Meditation

Für mich ist Meditation das institutionalisierte Nichtstun: Es geht einzig und allein darum, mit sich selbst präsent zu werden und in Achtsamkeit den jetzigen Moment wahrzunehmen und anzunehmen, in all seinen Auswüchsen. Sie ist für mich nicht mit Religiösität oder Regeln verknüpft, sondern eine grundlegende mentale Entspannungstechnik, die in die Allgemeinbildung und staatlichen Schulen gehört. Dabei gibt es für mich kein Falsch und kein Richtig: Ob im Sitzen, Liegen, Stehen oder Gehen, ob 2-3 mal wöchentlich eine halbe Stunde oder täglich 10 Minuten. Regelmäßigkeit kann helfen. Einige weitere Tipps zur Erleicherung für den Anfang gibts unten.

Was ist, darf sein. Lade ein zu sein, was ist.

Warum?

Seit Tausenden von Jahren meditieren die Menschen und es gibt eine Reihe an Gründen, die teils auch schon lange durch Studien bewiesen sind. Quintessenz: Regelmäßige Meditation wirkt sich mental und körperlich positiv auf den Menschen aus.

Positive mentale Auswirkungen auf

  • Aufmerksamkeitsfähigkeit
  • Stressreduktion
  • Depressionsbewältigung
  • Angstbewältigung
  • Lernfähigkeit
  • Entscheidungsfindung
  • Klarheit der Gedanken
  • Kreativität & Intuition
  • Erinnerungsvermögen
  • Resilienz
  • Selbstwahrnehmung
  • Verbundenheit mit Sein und Welt
  • (Selbst-) Mitgefühl
  • Gemütslage
  • Beziehungen und Arbeitssituation

Positive körperliche Auswirkungen auf

  • Immunsystem
  • Körpergewicht
  • Schlaf
  • Haut
  • Verdauung
  • Serotoninspiegel
  • Blutdruck
  • Cholesterinspiegel
  • Herzfrequenz
  • Sauerstoffgehalt im Körper
  • Chronische Erkrankungen
  • Schmerzempfinden

Tipps gegen den Schweinehund

Meditation an sich ist simpel und total einfach: Nichts tun und sich davon nicht ablenken. Der ständig aktive Kopf hat aber seine liebe Mühe damit und schnell Widerstände vor diesem Nichtstun: “Es gibt doch soviel zu tun. Wenn ich schon mal Zeit habe, dann…” Die antiquierte mediale Konsum- und Leistungsgesellschaft vermittelt da auch noch andere Werte, doch die bröckeln schon unübersehbar und sind im Wandel.

Mach es dir leicht!

  • Du hast keine Zeit dafür? Das ist leider ein schwaches Argument. Denn durch deine gesteigerte Klarheit, Selbstkompetenz und Gesundheit zahlt sich jede Minute Meditation doppelt aus
  • Beginne mit zwei Minuten täglich und steigere dein Pensum wöchentlich. Wenn du länger sitzen bleibst, ist das nicht schlimm. Nutze einen Wecker. Schalte alle Störquellen aus (Smartphone, TV, …).
  • Richte dir eine räumliche und zeitliche Routine ein, etwa eine Meditationsecke im Zimmer und eine feste Zeit, zum Beispiel direkt morgens, nach dem du deine Bettdecke zur Seite gelegt hast.
  • Finde Mitstreiter*innen, verabredet euch, meditiert gemeinsam oder zeitgleich und tauscht euch aus.
  • Gedanken sind nicht schlecht und nicht falsch: Ob sie kommen oder nicht kannst du nicht beeinflussen. Aber du kannst die Aufmerksamkeit regeln, die diese Gedanken bekommen. Vertraue darauf und lenke deine Aufmerksamkeit damit: In dieser Zeit der Meditation gilt: Kein Gedanke ist wichtig, egal wie wichtig er dir erscheint. Auf Dauer mag die Gedankentätigkeit abnehmen, vielleicht… (Muss aber nicht, insbesondere nicht bei mental hocheffizienten Menschen.)
  • Zu Beginn meditiere im Sitzen und ohne Rückenlehne, da sonst leicht das Einschlafen drohen kann:-).

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